Traveperle
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Habe eine 9 jährige Katze übernommen, die sonst ins Tierheim gekommen wäre. Sie wurde nur in 1 Zimmer gehalten und war schon sehr verstört. Sie konnte z.B. keine geöffneten Türen ab, da haben wir sie desensibilisiert indem wir stunden- tagelang die Tür auf und zu machten. Heute genießt sie es durch die Wohnung zu sausen und hasst geschlossene Türen. Mit der Katze wurde sich nie beschäftigt, ich habe ihr jetzt auch ein Fummelbrett gebaut, aber sie hat es überhaupt nicht verstanden was ich von ihr wollte. Dann habe ich sie, GsD ist sie sehr verfressen was man ihr auch ansieht, für ihr Fressen arbeiten lassen. D.h. ich habe das Trockenfutter in der ganzen Wohnung verteilt und zwar so, dass sie auch klettern und springen musste. Als ihr das Spiel dann gefallen hat, habe ich ihr das Fummelbrett noch einmal vorgesetzt und sie hat sofort gewusst dass sie einen neuen Job hat. Mehrmals täglich geht sie alle Stellen ab, an denen Trockenfutter liegen könnte und sorgt somit selbst für Bewegung. Wenn sie nicht ihr eRunde dreht, sitzt und schläft sie am liebsten auf dem Fummelbrett um ja nicht einen neuen Einsatz zu verpassen und die Figur ist auch wieder gut.
Also auch ältere und vernachlässigte Katzen können sich noch umstellen und Lebensqualität erhalten.
21.01.2010, 19:12
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dgu
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Hallo,
auch ich bin Wohnungskatzenbesitzer auf der Suche nach Beschäftigung für die Mietz.
Leider habe ich das Problem, das mein Kater keinerlei Leckerei mag, er ist kein Trockenfutter (er schaut es mit dem A... nicht an), ebenso Käserollis und Consorten.
Mit was könnte ich ihn denn zum "Fummeln" animieren, ich kann ja schlecht Nassfutter da rein tun...?!
07.01.2010, 20:52
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| Antwort von Helena (09.01.2010, 23:57) | Für Katzen ist es wichtig, dass sie genügend Spielreize von Ihren Menschen bekommen. Gerade Fummelspiele sind ideal um die kätzische Intelligenz zu fördern und täglich die Geschicklichkeit der Tiere zu trainieren. Häufige Jagderfolge fördern das Selbstbewusstsein, lasten die Tiere aus und bereiten ihnen Spass. Der Aufwand um solchen „Leckerlimuffeln“ auch genügend Fummelspass zu ermöglichen ist für den Halter jedoch grösser. Verhaltensbereitschaft der Katze kann jedoch recht gut gesteuert werden. Die Motivation zu Jagen ist bei Katzen unabhängig von der Fütterung! Einige KFB erfahrene Katzen erfummeln sehr gern Futter aus den Modulen. Sie lassen das Futter nach dem „Jagderfolg“ jedoch ausserhalb des Boards einfach liegen. Die Jagd ist also offenbar viel lohnenswerter (geworden) als der Verzehr der „Beute“. Auch die Befriedigung und der erlebte Spielspass, den Katzen dabei erleben, ist nicht zu unterschätzen.
Katzen haben eine starke Neigung ihre Umgebung zu untersuchen. Diese Neugierde kann sich der Halter zunutze machen und ein für sie geeignetes KFB herstellen. Wichtig ist es hierbei der Katze ein Reizmuster anzubieten, dass sie dazu veranlasst zu Handeln. Zugleich müssen rasche und häufige Beuteerfolge gesichert sein. Handeln entsteht aus Motivation.
Für Leckerlimuffel eignen sich KFBs mit ganz einfach gehaltenen Modulen!!!
Sehr geeignet um solche Katzen zu aktivieren ist zB: eine Fummelpyramide. Sie besteht aus vielen horizontal aneinandergereihten Kartonrollen in verschiedenen Längen. Diese kleinen „Mauslochimitate“ eignen sich hervorragend um lohnende Dinge zu verstecken. Weil ich keine Hörbilder (fiepende Mäuse etwa) für die Katze erzeugen kann benutze ich in diesen Fällen sehr gern Riechbilder. Gerüche haben für Katzen sehr grosse Bedeutung. Damit kann ich eine Katze in einen bestimmten Erregungszustand versetzen der sie dazu animiert zu handeln. Das KFB bietet diesem kleinen Lauerjäger dazu spannende Situationen die sich lohnen sie näher zu untersuchen.
Zu kaufen gibt es naturbelassene „getrocknete Leckerli“ also getrocknetes Fleisch das man anbieten kann. (Geflügel, Lamm, Rind,…etc.) Ideal sind auch angebratene kleingeschnittene Fleischstücke. (Muskelfleisch aber auch Innereien wie Leberli oder Herz etc.) Hier sollte man das KFB lackieren, damit man es abwischen kann. Oder man tauscht es häufig aus.
Es lohnt sich wirklich verschiedenste Fleischarten auszuprobieren. Mein Plato etwa mag kein Geflügel wie Pute oder Hähnchenfleisch, er mag jedoch Ente gerne.
Auch Meeresfrüchte bieten sich an und ergeben feste kleine Fummelstücke. Krabben, Garnelen (kleine oder grosse Sorte), evtl. Lachs etc. Mein Kater Faramir etwa würde für Garnelen alles tun. Er mag jedoch nicht alle Sorten. Auch hierbei kann man mehrere Sorten durchprobieren!
Manche Katzen mögen es sich in der Fummelpyramide Gras oder Schnittlauchstückchen zu erfummeln die sie dann genüsslich auffressen. Man schlingt in einige frisch abgezupfte Grashalme einen Knoten und verteilt diese Beute in dem KFB. (Dank dem Knoten lassen sich die Halme für die Katze besser erfummeln) Auch Vogelfedern geben in den Modulen des KFB wunderbare Beutestücke ab. Ein Stück Pfauenfeder riecht sicherlich anders als die Feder eines Spatzes...
Sehr geeignet ist frisch hergestelltes Duftspielzeug. Mit Hilfe einer effizienten (Katzen)bürste lässt sich Unterwolle der Katze ausbürsten. Diese Haare lassen sich mit kreisenden Bewegungen in den Händen zu praktischen, festen Beutestücken zurechtkneten. Viele Katzen mögen dieses einfach herzustellende, natürliche Spielzeug sehr. Zusätzlich kann man den Lieblingsduft der Katze in Form von Kräutern etc. in die Haare mit einkneten. Oder man besprüht (mit bitte nur einem einzigen Sprühstoss!) das Stück zB: mit Catnip oder Baldrian aus dem Handel ein. (Natürlich muss man darauf achten, dass die Katze das nach dem Erbeuten nicht frisst, sondern nur beschmust!) Benutzt man viel Duftspielzeug sollte man das KFB nach den Spieleinheiten entfernen und versorgen weil der Duft evtl auch am Karton hängt. Die Katze soll sich ja nicht an den Geruch gewöhnen!
Für Leckerlimuffel muss man sich als Halter zwar zuerst täglich etwas einfallen lassen, dies ändert sich jedoch. Alsbald entstehen an KFB nämlich schöne Fummelrituale. Haben Katzen erlebt, dass sie beim Fummeln geschickter werden wie viel Spielspass sie damit erfahren und haben sich schöne Rituale ergeben genügt schon ein simpler Knopf oder ein hingelegter nicht präparierter Korken oder ein Plastikflaschendeckelchen um die Katzen zum "Fummeln für Jagderfolg" zu animieren. Auch „Leckerlimuffel“ beginnen also plötzlich selbst nach wenig aufwendig hergestellten Jagdstücken zu fummeln. Für so eine Katze kann man beginnen etwas schwierigere Module auf dem KFB zu bauen. :-)
Es lohnt sich am Anfang unbedingt dranzubleiben und sich für solche Katzen zu Beginn wirklich lohnenswerte Beute auszudenken! :-))
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scion
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Hallo! Ich bin ganz begeistert von den Fummelbrettern - und meine Katze Chica auch! Kurz nachdem ich auf die Seite gestoßen bin, habe ich sofort angefangen, ein erstes KFB auf Pappe zu bauen und meine kleine, etwas zu pummelige Chica war ganz begeistert. Meine Süße ist nun 7 Jahre alt und begann, etwas träge und lustlos zu werden, hatte den Spaß am Spielen verloren und mochte auch nicht mehr heraus gehen. Das KFB konnte ihre Lebensgeister wieder wecken und nun ist sie wieder zufrieden, aktiv und gut gelaunt. Sie verlangt sogar schon nach mehr Herausforderung, da sie das Erstlingswerk schon eingehend bespielt und alles lääängst begriffen hat, so dass es schon zu einfach geworden ist. Daher stöbere ich immer wieder gern hier herum, um mir neue Anregungen zu suchen. Eine super Seite und eine ganz prima Idee, Chica dankt es euch von Herzen! Macht weiter so! LG
20.12.2009, 11:44
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